Projekte der Deutschen Verkehrswacht im Kindergarten:
Kind und Verkehr (KuV) und Kindergarten und Sicherheit (KiS)
Das Thema Verkehrserziehung ist ein klassischer „Stufenplan“: Es beginnt im Kindergarten mit der reinen Sinneswahrnehmung und entwickelt sich in der Grundschule zur eigenständigen Teilnahme am Straßenverkehr (meist auf dem Fahrrad).
Hier ist der Überblick, wie die pädagogische Arbeit in den verschiedenen Altersstufen aussieht:
1. Kindergarten: Die Welt der Sinne entdecken
Im Kindergarten geht es noch nicht um das Auswendiglernen von Schildern, sondern um die Voraussetzungen für sicheres Verhalten. Kinder in diesem Alter können Entfernungen und Geschwindigkeiten noch nicht korrekt einschätzen.
* Wahrnehmungsübungen: Spiele zur Rechts-Links-Unterscheidung und das Schulen des Gehörs (Woher kommt das Geräusch?).
* Bewegungstraining: Balancieren und Rollerfahren, um Gleichgewicht und Reaktionsschnelligkeit zu trainieren.
* Das „Bordstein-Training“: Die wichtigste Regel: „Am Stopp-Stein (Bordstein) halt ich an!“ Das Stehenbleiben an der Kante wird rituell eingeübt.
* Sichtbarkeit: Den Kindern wird spielerisch beigebracht, warum helle Kleidung und Reflektoren wichtig sind.
2. Grundschule: Vom Fußgänger zum Radfahrer
In der Grundschule wird die Verkehrserziehung systematischer und ist oft fest im Sachunterricht verankert.
Klassenstufe 1 & 2: Der sichere Schulweg
* Schulwegtraining: Lehrer oder Polizisten gehen mit den Kindern reale Wege ab. Fokus: Überqueren der Straße an Ampeln, Zebrastreifen oder zwischen parkenden Autos.
* Verkehrszeichen: Einführung der wichtigsten Schilder (Achtung, Stopp, Fußgängerweg).
* Anhalteweg: Durch kleine Experimente lernen Kinder die Formel für den Anhalteweg:
Sie merken dabei selbst, dass ein Auto nicht sofort stehen kann, wenn sie auf die Straße rennen.
Klassenstufe 3 & 4: Die Radfahrausbildung in der Jugendverkehrsschule
Dies ist der Höhepunkt der Verkehrserziehung in der Grundschule.
* Theorie: Vorfahrtsregeln (Rechts vor Links), Handzeichen und das Erkennen von Gefahren (z. B. der „Tote Winkel“).
* Praxis: Meist auf einem Jugendverkehrsschulplatz unter Anleitung der Polizei.
* Die Prüfung: Besteht aus einem theoretischen Test und einer praktischen Fahrprüfung. Am Ende erhalten die Kinder den „Fahrradführerschein“.
Die Rolle der Eltern:
Egal wie viel in der Schule geübt wird: Kinder lernen durch Nachahmung. Wenn Eltern bei Rot über die Ampel gehen, ist die pädagogische Arbeit der Schule meist hinfällig. Die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Bildungseinrichtung ist daher entscheidend.
> Wichtiger Hinweis: Bis zum Alter von ca. 8-10 Jahren sind Kinder im Verkehr rein entwicklungspsychologisch oft noch überfordert (eingeschränktes Sichtfeld, gerichtetes Gehör noch nicht voll entwickelt).
Im Programm Kind und Verkehr(KuV) suchen wir derzeit ehrenamtliche Moderatoren. Geeignet wären dafür Frauen oder Männer, die z. B. als Erzieher, Lehrer oder Polizeibeamte ein gewisses Grundwissen zu diesem Thema besitzen und am bereit sind, sich in kostenlosen Seminaren in die Materie einzuarbeiten. Wir gewähren für die Tätigkeit eine steuerfreie Aufwandsentschädigung.
Beispiele zu diesem Tätigkeitsfeld:
- Durchführung von Elternabenden zum Thema in den Kindergärten
- Organisation von Aktionstagen zu dem Thema in den Kindergärten mit Spielen und Aktivitäten zur Sicherheit im Straßenverkehr in Zusammenarbeit der Verkehrswacht mit Kindergarten, Polizei, Kommune und Eltern.
Im Programm Kindergarten und Sicherheit (KiS) sind wir ebenfalls auf der Suche nach Moderatoren mit ähnlichen Voraussetzungen wir im KuV-Programm. Im KiS-Programm soll der Moderator aber Fortbildungsveranstaltungen für die Erzieher in Kindergärten organisieren. Themenbereiche wären hier Schulung der Bewegungs-, Wahrnehmungs- und Reaktionsfähigkeiten der Kinder als Grundlage des sicheren Bewegens im Straßenverkehr, der sichere Schulweg, Sicherheit im Kindergarten selbst und evtl. Haftungsfragen. Die Moderatoren erhalten organisatorische Unterstützung durch die Ver-kehrswacht, wir gewähren eine steuerfreie Aufwandsentschädigung.
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Schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.
Kreisverkehrswacht Freyung-Grafenau e.V.
Landshuter Straße 12
94065 Waldkirchen
V: Günter Obermüller
Tel.: 08581 - 987981
E-Mail: guenter.obermueller@gmx.de
Internet: www.kreisverkehrswacht-freyung-grafenau.de
